„Ich mache alle Bekleidungswünsche wahr“

Schneidermeisterin Margit Hummel

Schon als kleines Kind hatte ich Sinn für Schönes. Die erste Mode, die ich produzierte, waren ein Kittelchen, genäht von Hand, auf dem Schemel neben Mutters Nähmaschine sitzend, für meine Puppe und dazu ein paar Schühchen aus Pappmache aus Tempotaschentüchern.
Obwohl ich armer Leute Kind war, war mir Mode sehr wichtig und so habe ich schon als sehr junges Schulkind eigene Kreationen geschaffen.
Original Jeans waren nicht drin, so musste ich mir meine Levis irgendwie selbst nähen und das ohne jegliche Schnittkenntnisse – und es hat funktioniert.
Das Schultheater brauchte Kostüme – kein Problem, es gab ja Margit!
Und weil es sehr viel Arbeit war , die vielen Kostüme zu nähen,  blieb nichts anderes als die Mitschülerinnen anzuleiten.
Nach der Schule begann ich meine Schneiderlehre und erreichte unter all den Lehrlingen, die beste Abschlussprüfung.

Dann kam die Familie und dann packte mich die Schneiderei wieder.

Ich erzielte die beste Meisterprüfung in ganz Schwaben und mit dem Preisgeld, konnte ich mir die erste Einrichtung leisten. Das war vor 30 Jahren.
Nachdem ich Ahnenforschung machte, weiß ich heute, dass das genetisch war: Meine Vorfahren waren bis zur Schlacht von Höchstädt die Schneider von Lutzingen.
Inzwischen habe ich tolle Mitarbeiterinnen in meinem Laden, die alle vergleichbar gut arbeiten können.

Wie immer scheuen wir fachliche Vergleiche nicht. Vielleicht mögen Sie uns ja auch erproben.